Das vom österreichischen Unternehmen VCE Vienna Consulting Engineers ZT GmbH eingereichte Projekt „From Pixel to Pset – The Digital Structural Inspection“ setzte sich bei einer 154‐köpfigen Jury durch und gewann den „buildingSMART International Award“ – eine hohe Anerkennung der internationalen Bau‐Industrie für gelungene digitale Transformation und ein überzeugender Beweis für die Innovationskraft Österreichs.

In einer Online‐Zeremonie wurden am 7. Oktober 2021 die „buildingSMART International Awards“ verliehen. Das österreichische Projekt „From Pixel to Pset – The Digital Structural Inspection“ setzte sich in der Kategorie „Technology Solution“ durch, und erhielt den ersten Platz durch eine klare Entscheidung der internationalen 154‐köpfigen Jury.

Bei der Award‐Zeremonie hat die Jury folgende Gründe für ihre Entscheidung gegeben:

Das Projekt wurde von VCE Vienna Consulting Engineers ZT GmbH in einer Kooperation mit dem Start‐up Palfinger Structural Inspection GmbH im Rahmen eines Projektes für die Autobahn GmbH Südbayern entwickelt.

Peter O´Brien, B.Eng.(Honours), MSc.Arch. RAIA MIEAust, war hierbei federführend und hat sein großes Spektrum an Expertise im Bereich Building Information Modelling (BIM), Software‐Entwicklung und Data‐Science bewiesen.

VCE Vienna Consulting Engineers ZT GmbH ist ein unabhängiges, hightech‐ und international orientiertes Ingenieurbüro mit Hauptsitz in Wien. Bis heute wurden über 6.000 Aufträge in 69 Ländern weltweit erfolgreich abgewickelt. VCE ist es stets ein großes Anliegen Digitalisierung im Bauwesen nachhaltig zu entwickeln und für ihre Kunden höchstqualifizierte Leistungen in allen Bereichen des Bauwesens zu liefern.

STRUCINSPECT ist der weltweit erste so genannte „Infrastructure Lifecycle Hub“ – eine Wissens‐ und Serviceplattform für digitale Inspektion und Lebenszyklus‐Management von Infrastrukturen und Gebäuden. Was kompliziert klingt, ist ein revolutionärere Ansatz: eine offene, gemeinsame Plattform für alle Projektbeteiligten, von Bauwerksinhabern und ‐betreibern über Prüfer und Datenerfasser bis hin zu Ingenieuren und Instandhaltern.

Der Hub bietet Tools und Services, die Standards setzen und die digitale Transformation eines modernen Asset‐Managements unterstützen. Infrastruktur‐Objekte werden durch digitales Asset‐Management wirtschaftlicher, sicherer und langlebiger – zum Wohle der Wirtschaft, aber vor allem zum Schutz von Menschen, Ressourcen und Umwelt.

Einen Nutzen haben auch die „Benutzer“ der Infrastruktur: Gerade bei Objekten wie etwa Brücken entfallen durch die Digitalisierung zeit‐ und kostenintensive Sperren. In Österreichgibt es über 5.000 Brücken, die permanent instand zu halten sind. Dank solcher Technologien können Schäden früher erkannt, und Instandhaltungsmaßnahmen vorausschauend und ressourcenschonend umgesetzt werden.

Insgesamt wurden acht Awards verliehen. Die anderen Gewinner kamen aus China (2), Hongkong, Neuseeland, Polen, Deutschland (2) und der Schweiz.

https://www.buildingsmart.org/award‐winners‐2021/

Statements

Peter O´Brien (VCE):
„Wir sind sehr geehrt und stolz, dass dieser technologische Beitrag durch die Auszeichnung eine internationale Aufmerksamkeit bekommt. Durch diesen Beitrag können wir die Innovationskraft des österreichischen Bauwesens auf internationaler Bühne beweisen.

Diese Technologie trägt zur dringend benötigten Digitalisierung unseres Bauwerk‐Bestandes bei, und durch eine größtmögliche Automatisierung, wird dies enorme Aufgabe überhaupt erst denkbar.

Unsere Entwicklung kombiniert die Bereiche Computer Vision, Fotogrammmetrie, künstliche Intelligenz, Deep Learning, geometrische Automatisierung, BIM‐Expertise und ein tiefes Verständnis für die realen Bedürfnisse und Herausforderungen der Industrie. Wir haben damit ein Musterbeispiel geschaffen, welches die benötigte digitale Transformation des Bauwesens sehr klar demonstriert und die erheblichen Mehrwerte klar aufzeigt.“

Wolf‐Dietrich Denk (VCE):
„VCE sieht sich als Innovationstreiber, und fördert in allen Projekten stets Digitalisierung und zukunftsorientierte Arbeitsweisen.

Seit über zehn Jahren betreiben wir nun schon erfolgreich BIM im Unternehmen, und waren damit Vorreiter in Österreich. In den letzten Jahren bemerken wir zunehmend, dass wir die Grenzen der klassischen BIM‐Methodik erreichen und in die Sphäre des „Digital Engineering“ vordringen. Hierbei kombinieren wir zahlreiche Technologien (wie künstliche Intelligenz, Robotik, etc.) um unsere Produktivität zu steigern.

Das eingereichte Projekt beim buildingSMART International Award 2021 zeigt eindrucksvoll, wie Digitalisierung im Bauwesen umgesetzt werden kann und vereint hervorragend die Möglichkeiten der Automatisierung und Grenzen überschreitendes Denken unter Berücksichtigung der Open BIM Methode.“

Robert Schedler (VCE):
„Ich freue mich diese Auszeichnung als Geschäftsführer von VCE entgegen nehmen zu dürfen. Neben der Expertise unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei VCE, die den Kern der Auszeichnung entwickelt haben ist Excellence heute nur in Kooperation möglich und Danke daher dem Auftraggeber (Autobahndirektion) und unserem Partner StrucInspect, bei dem VCE Gründungsgesellschafter ist, für die Offenheit, Zukunft im Bauwesen umzusetzen. Diese Auszeichnung zeigt beeindruckend die Potenziale, die zukünftig das Bauwesen bei der Digitalisierung begleiten werden. Es ist erfreulich ein aktiver Teil dieser Entwicklung zu sein.“

Ernst Forstner (Palfinger):
„Mit zukunftsorientierten Technologien sind wir Impulsgeber und Wegbereiter für eine Expertencommunity und wollen Entwicklung und Wissen weiter vorantreiben. Wir freuen uns, dass STRUCINSPECT mit dem Infrastructure Lifecycle Hub ein digitales Fundament für diese außerordentliche Entwicklungsleistung im Bereich openBIM bereitstellen durfte. Der gemeinsame Erfolg beim buildingSMART International Award 2021 bestätigt die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit Experten und Anwendern.“