Das Bauwesen in Deutschland hat sich seit Erscheinen der ersten KIA – Klinik-Informationsanforderungen im Juni 2020 weiter gewandelt und ist in großen Teilen digital geworden. Ein wesentlicher Bestandteil dabei ist die BIM-Methodik, deren Vorteile sich zunehmend in hochkomplexen Maßnahmen wie dem Klinikbau beweisen. Ein Krankenhaus effizient, zielgerichtet und langfristig zu betreiben, ist eines der zentralen Ziele des Krankenhausmanagements, das sowohl wirtschaftliche als auch medizinische Anforderungen im Sinne der Patientenversorgung erfüllt. Hierbei unterstützt die BIM-Methodik nicht nur in der Planungs- und Bauphase, sondern auch im laufenden Betrieb.
Wie bereits in der Vorgängerversion der KIA beschrieben, müssen Art und Umfang des BIM-Einsatzes bereits vor der Auswahl des Planungsteams festgelegt sein. Nur dann können bei der Vergabe der Planungsleistungen, zum Beispiel im Rahmen von (VgV)-Vergabeverfahren, die geeigneten Fachleute gefunden und die optimalen Realisierungswege definiert werden.
Dieses Dokument nimmt Bezug auf „Masterplan BIM für Bundesbauten“ (BfB), DIN EN ISO 19650-1:2019-08, DIN SPEC 91465 und die KIA von 2020 unter Zuhilfenahme des als BIM Basic erschienene Werk BIM-Glossar und dem nationalen Glossar zur Digitalisierung in der Bau- und Immobilienwirtschaft erschienen in der Schweiz.
Die KIA 2.0 dient wie ihre Vorgängerversion als Leitfaden für Klinikbetreiber und Planer, um für jedes Klinikprojekt die richtige BIM-Konstellation zu einem frühen Stadium zu finden.